Privatschulen in der Schweiz

Die Vielfalt an Privatschulen in der Schweiz ist gross, ihr Angebot hoch stehend. Privatschulen stellen für viele Kinder und Jugendliche eine echte Schul- und Berufschance dar.

Es existieren Privatschulen für alle Stufen des Schweizer Schul­sys­tems und mit unterschiedlichen pädagogischen Ausrichtungen: Manche richten sich nach der Montessori-Pädagogik, andere sind sehr leistungsorientiert, doch die meisten bieten Mischformen an.

Grundsätzlich unterrichten die Schweizer Privatschulen nach dem Lehrplan des jeweiligen Kantons und in der Sprache ihrer Landes­gegend. Somit können Kinder jederzeit wieder in eine öffentliche Schule wechseln.

In den letzten Jahren entstanden zahlreiche zweisprachige Schulen (Deutsch/Englisch), die sich – anders als die internationalen Schulen – ebenfalls nach dem kantonalen Lehrplan richten.

Die Abschlüsse der Privatschulen sind ebenso anerkannt wie diejeni­gen der öffentlichen Schulen. Einige private Gymnasien bieten die Möglichkeit, die Matura-Prüfung an der Schule selbst abzulegen (Hausmatura). Dadurch erhalten insbesondere Jugendliche mit Prüfungsangst mehr Sicherheit.

Es existieren auch private Alternativen zu den Berufslehren:

• Informatiklehre EFZ: Der Beruf des Informatikers kann im Rahmen einer Berufslehre oder über die Ausbildung an einer Privatschule erlernt werden. Diese dauert mit Praktikum vier Jahre.

• Medizinische Praxisassistentin EFZ: Die Ausbildung zur Medizinischen Praxisassistentin (einst Arztgehilfin genannt) kann an einer Privatschule erfolgen. Diese dauert mit Praktikum drei Jahre.

• Handelsschule EFZ: Anstelle einer kaufmännischen Berufslehre, kann die Ausbildung im B-, E- und M-Profil an einer privaten Handelsschule erfolgen. Die Ausbildung dauert 3 Jahre inklusive Praktikum.

• Detailhandelskauffrau/-kaufmann EFZ: Die dreijährige berufliche Grundbildung im Detailhandel schliesst ein 1 1/2jähriges Praktikum mit ein.